Best Practice agorum core

agorum core optimal betreiben: die Hardwareumgebung

agorum core optimal betreiben - die Hardwareumgebung

Als Kunde der DMS/ECM-Lösung agorum core haben Sie sich für ein hochperformantes System entschieden. Wichtige Voraussetzung, damit Sie die volle Leistung ausschöpfen können, ist die richtige Hardwareumgebung. Was Sie bei Daten- und Arbeitsspeicher, den Prozessoren oder der Datenbank beachten müssen, finden Sie kurz und knapp in diesem Beitrag beschrieben.

Die agorum core Hardwareumgebung:

5 zentrale Fragen vorneweg

Zur Ermittlung der Anforderungen an die Hardware beantworten Sie folgende Fragen:  

  1. Wie viele Nutzer sollen mit dem DMS / ECM arbeiten?
  2. Soll das DMS / ECM als der zentrale Arbeitsplatz für die Mitarbeiter genutzt werden, die den Tag über nach Dokumenten suchen und diese öffnen, bearbeiten und wieder speichern?
  3. Oder nutzen Sie das DMS hauptsächlich zur Archivierung von Belegen?
  4. Welche Geschäftsprozesse sollen automatisiert werden?
  5. Möchten Sie Dokumente automatisiert erfassen? Wenn ja, wie viele Dokumente möchten Sie pro Tag per OCR erfassen und wie zeitkritisch ist es? Gibt es Spitzenzeiten mit großen Datenmengen, oder können die Dokumente über den Tag verteilt im Hintergrund abgearbeitet werden?

Die Antworten liefern bereits erste Parameter für die Hardwareumgebung um agorum core. Nachfolgend lesen Sie unsere Empfehlungen zu den wichtigsten Themen.

Der Datenspeicher

Für den performanten Betrieb einer datenbankgestützten Software sind schnelle Speichermedien unerlässlich. Dadurch stehen Ihnen alle Informationen innerhalb von Sekunden zur Verfügung und Sie vergeuden keine Zeit mit Warten. Wir empfehlen daher, die agorum core-Datenbank und den Suchindex auf SSDs zu betreiben, da diese um ein Vielfaches schneller arbeiten als die klassische Festplatte. Den Content selbst können Sie dagegen ohne Weiteres auf Festplatten auslagern. So steht Ihnen immer noch ein leistungsfähiges System ohne Einschränkungen zur Verfügung. Grundsätzlich ist die Ausstattung eines Servers mit SSD-Platten immer die performanteste Lösung und deshalb unsere Empfehlung.

Der Prozessor

Wie viel Prozessorleistung Sie benötigen, hängt in erster Linie von zwei Faktoren ab:

  1. Wie viele Personen sollen gleichzeitig mit agorum core arbeiten?
  2. Wie viele Dokumente wollen Sie per OCR ins DMS / ECM einlesen?

Als Basiskonfiguration empfehlen wir vier Prozessorkerne mit hoher Taktung (idealerweise mehr als 3,4 GHz). Pro 1.000 Anwender sollten Sie mit vier weiteren Kernen rechnen. Dazu kommen ggf. noch zusätzliche Kerne für den OCR. Pro Seite benötigt der OCR im Schnitt etwa 10 Sekunden – wobei diese Zahl natürlich vom Prozessortakt abhängt.

agorum core Hardwareumgebung

Mit höherem Prozessortakt und weiteren Kernen erhöhen Sie die Leistung entsprechend. Das gilt insbesondere dann, wenn viele Aktionen hintereinander ablaufen, z. B. beim Import vieler Dokumente.

Der Arbeitsspeicher

Für jeden agorum core-Server sollten Sie mindestens 18 GB RAM einplanen. Dies setzt sich so zusammen:

  • 8 GB für die Java-Maschine
  • 4 GB für die Solr-Suchmaschine
  • 1 GB für den Zookeeper
  • 2 GB für die Datenbank
  • 3 GB für das Betriebssystem und als Cache für Solr und das Dateisystem

Je mehr Personen gleichzeitig mit dem System arbeiten und je größer die Datenmenge ist, desto mehr Arbeitsspeicher sollten Sie einplanen. Gehen wir etwa von 1.000 Nutzern und 1 TB Datenvolumen aus, erhöht sich der Gesamtbedarf auf mindestens 66 GB. Grundsätzlich gilt natürlich: je mehr RAM, desto besser.

Die Datenbank

MySQL-Datenbank

Wir empfehlen Ihnen den Einsatz einer MySQL-Datenbank. Sie hat sich im Live-Betrieb als vergleichsweise wartungsarm, zuverlässig und leistungsfähig gezeigt. Erhöhen Sie den Arbeitsspeicher, profitiert davon auch gleichzeitig die Datenbank und deren Geschwindigkeit, z. B. beim Auslesen von Daten.

PostgreSQL-Datenbank

Im Vergleich zu MySQL ist die PostgreSQL nach unseren Erfahrungen etwas langsamer. Was die Wartung angeht, steht sie der MySQL in nichts nach. Allerdings lässt sich eine Performancesteigerung nur über schnellere Platten lösen.

MS SQL-Datenbank

Diese Datenbank ist wartungsintensiver und die Indexe müssen häufiger defragmentiert werden. Für die Sicherung ist ein schneller Speicher für das Transactionlog nötig. In der Standard-Edition kann im laufenden Betrieb nicht defragmentiert werden, in der Enterprise-Edition ist es möglich. Die Datenbank benötigt zudem insgesamt mehr Speicher und belastet die CPU stärker.

ORACLE-Datenbank

Diese Datenbank ist sehr wartungsintensiv und verlangt eine regelmäßige Optimierung der Indexe.

Alle Informationen zum Nachlesen

Alle wichtigen Informationen zum Thema agorum core optimal betreiben finden Sie kompakt zusammengefasst hier:

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