Management Summary: Das nimmst du aus Folge 2 mit

  • Nicht das Modell entscheidet, sondern das System: Wer KI im Unternehmen nutzen will, sollte sich nicht von einem einzelnen Anbieter abhängig machen. agorum core lässt dir die Wahl, heute Cloud, morgen lokal, übermorgen hybrid.
  • Viele KI-Assistenten statt einem: Du kannst beliebig viele spezialisierte ALBERT-Assistenten anlegen, berechtigen und mit unterschiedlichen Sprachmodellen betreiben, etwa einen für die Bildgenerierung im Marketing und einen für die Personalabteilung.
  • Fallback-Strategie gegen Ausfälle: Fällt ein Sprachmodell aus, übernimmt nahtlos das nächste. Das gilt auch für Hintergrundprozesse, die per Skript oder Workflow laufen.
  • KI-Aktionen sind nachvollziehbar: Was ALBERT | AI tut, ist sichtbar gekennzeichnet, in der Notiz, in der Versionshistorie, in der Suche und in den Metadaten. Ab agorum core 11.15 auch in der Audit-Ansicht für Administratoren.
  • Berechtigungen greifen ohne Ausnahme: ALBERT | AI arbeitet ausschließlich im Rechtekontext des Users. Wer eine Personalakte ohne KI nicht sehen darf, kommt auch über die KI nicht heran.
  • Datenschutz mit Substanz: agorum® bietet kein eigenes Sprachmodell an, du wählst das LLM. Ein kontrollierter Zugang beugt der Schatten-KI vor, bei der Firmendaten in öffentlichen Tools landen.

Am 2. Juli 2026 lief die zweite Folge der kostenfreien Webinarreihe agorum® Campus, moderiert von Annkatrin Göpfert und Heike Oberacker aus der agorum® Academy. Unter dem Titel „KI nutzen und Kontrolle behalten“ zeigen die beiden live in agorum core, wie du produktiv mit KI arbeitest und trotzdem die Hoheit über deine Daten behältst.

Dieser Rückblick fasst die zentralen Inhalte der Session zusammen. Stand: 6. Juli 2026.

Worum geht es in agorum® Campus Folge 2?

Die Kernbotschaft der Folge lautet: Nicht das Modell entscheidet, sondern das System. Viele Unternehmen wollen KI einsetzen, scheuen aber den Kontrollverlust über ihre Daten. Genau hier setzt die Session an und beantwortet drei Fragen live in agorum core.

Annkatrin Göpfert und Heike Oberacker führen durch drei Demos: das Anbinden verschiedener Sprachmodelle samt Fallback-Strategie, die Nachvollziehbarkeit von KI-Aktionen und das Greifen der Berechtigungen im KI-Umfeld. Zur Einordnung, kurz zu agorum®: Wir sind ein Softwarehersteller, seit 1998 im Markt. Unser Herzstück ist agorum core, eine Plattform, die Daten aus allen Abteilungen revisionssicher, DSGVO-konform und mit Berechtigungen versehen archiviert. In den letzten Jahren kam mit ALBERT | AI die KI dazu, die auf diesem Datenfundament aufbaut und mit den Informationen arbeitet, die dein Team im Arbeitsalltag braucht.

Anwenderin wählt aus mehreren spezialisierten KI-Assistenten den passenden aus

Warum solltest du dich nicht auf ein einzelnes KI-Modell festlegen?

Weil kein Sprachmodell für alles gleich gut ist. Der Markt bietet viele spezialisierte LLMs. Das eine glänzt in der Programmierung, das andere in der Bilderstellung, das nächste in der Datenanalyse. Wer nur ein Modell wählt, verschenkt Stärken der anderen.

Viele Assistenten, gezielt berechtigt

In agorum core stellst du deinem Team beliebig viele ALBERT-Assistenten bereit und berechtigst sie gezielt. Ein paar Beispiele aus der Demo:

  • Nur das Marketing greift auf den Assistenten für Bildgenerierung oder Webseiten-Erstellung zu.
  • Die Personalabteilung erhält hoch spezialisierte Assistenten für ihre eigenen Aufgaben.
  • Jeder Assistent lässt sich sprechend umbenennen, damit Anwender sofort verstehen, wofür er da ist.

Lokal oder in der Cloud, du entscheidest

Du bindest so viele Sprachmodelle an, wie du möchtest, lokale wie Cloud-Modelle. Bei einem Cloud-Anbieter hinterlegst du den API-Key und wählst das Modell. Für ein lokales Modell trägst du in den erweiterten Einstellungen einfach die Serverdaten ein. Annkatrin Göpfert fasste es so zusammen: Das ist kein Hexenwerk, du bereitest es genau so auf, wie du es brauchst. Und weil die KI im DMS eingebettet ist, gelten deine Berechtigungen automatisch, und Änderungen an Dokumenten werden erkannt.

Mehrere Sprachmodelle laufen parallel, bei Ausfall übernimmt nahtlos ein Fallback-Modell

Was passiert, wenn ein KI-Anbieter ein Modell abschaltet?

Dann greift in agorum core die Fallback-Strategie, und dein Team arbeitet weiter. Du hinterlegst pro Assistent ein Haupt-Modell und darunter mehrere Fallback-Referenzen in einer festen Reihenfolge. Fällt das Haupt-Modell aus, arbeitet das System die Liste von oben nach unten ab. Der Anwender merkt im Chat nichts davon und arbeitet einfach weiter.

Warum das kein theoretisches Problem ist

Heike Oberacker nannte ein Beispiel, ausdrücklich als Beispiel und ohne auf einen Anbieter herumzuhacken: Anthropic, die Firma hinter den Claude-Modellen, hat innerhalb von rund einem Jahr eine ganze Reihe ihrer Modelle ausgemustert. Beliebte Modelle wurden teils ohne die eigentlich versprochene Vorankündigung von circa 60 Tagen abgeschaltet, ein oder zwei sogar am selben Tag. Laufende Unterhaltungen wurden unterbrochen, der Frust in der Community war hoch, es gab sogar Petitionen. Wer direkt an ein einzelnes Modell gekoppelt ist, ist solchen Entscheidungen ausgeliefert.

Fallback auch im Hintergrund und manuell

Die Fallback-Strategie wirkt auch für Hintergrundprozesse, die ALBERT | AI per JavaScript oder Workflow aufrufen, ganz ohne aktiven Chat. Neu ist eine Einstellung, mit der Anwender das Fallback-Modell im Chat manuell auswählen dürfen. So wechselt ein Experte für eine einzelne Aufgabe gezielt das Modell, etwa wenn ein Tool besser für Grafiken und ein anderes besser für menschliche Personen geeignet ist.

Versionshistorie mit Kennzeichnung einer von der KI erstellten Notiz im Dokumentenmanagement

Wie bleibt nachvollziehbar, was die KI getan hat?

Weil agorum core jede KI-Aktion sichtbar kennzeichnet, statt sie zu verstecken. Damit wird aus der gefürchteten Blackbox ein nachvollziehbarer Arbeitsschritt. Heike Oberacker zeigte das an einem Besprechungsprotokoll mit dem Prompt „Fasse dieses Dokument kurz zusammen und schreibe die Zusammenfassung als Notiz an das Dokument.“

So lief die Demo

ALBERT | AI meldete während der Arbeit zurück, was er gerade tut. Er las das Dokument, fasste es zusammen und schrieb die Notiz. Dafür nutzte er ein Werkzeug, ein sogenanntes Tool. Eine KI, die wirklich etwas tut, zaubert nicht in einer Zehntelsekunde, die Aufgabe dauerte ein paar Minuten. Das Ergebnis war eine Notiz, die im ganzen System klar zugeordnet ist.

Wo die Kennzeichnung sichtbar wird

  • An der Notiz selbst steht sie doppelt: erstellt von der Anwenderin und zusätzlich erstellt von Albert.
  • In der Suche taucht dasselbe Label wieder auf.
  • In der Versionshistorie eines Dokuments wird die KI mit einem kleinen Label angezeigt.
  • In den Metadaten der Objektinfo steht technisch hinterlegt, dass die KI beteiligt war.

Ab agorum core 11.15 ist das zusätzlich in der Audit-Ansicht für Administratoren leichter erkennbar. Damit erfüllst du die Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte an jeder Stelle. Wie ALBERT | AI diese Tools im Detail nutzt, ist übrigens das Thema der nächsten Campus-Folge.

Zwei Mitarbeitende sehen unterschiedliche Inhalte, weil die KI nur berechtigte Daten anzeigt

Sieht die KI Daten, auf die ich keinen Zugriff habe?

Nein. ALBERT | AI arbeitet immer im Rechtekontext des Anwenders und kann sich keine Daten oder Schreibrechte ermogeln. Das ist der Kern des Kontroll-Versprechens, und Annkatrin Göpfert zeigte es an einem einfachen Beispiel mit zwei Anmeldungen.

Zwei Kollegen, zwei Sichten

Marta hat Zugriff auf das Projekt digitale Personalakte, Marek nicht. Beide stellen ALBERT | AI denselben Prompt, eine Zusammenfassung der neuesten Infos zum Projekt.

  • Bei Marta findet die KI drei relevante Objekte, fasst die zuletzt getroffenen Entscheidungen zusammen, nennt den Stand vom 22. Juni 2026 und zeigt, wo sie die Informationen gefunden hat.
  • Bei Marek liefert dieselbe Suche inhaltlich völlig andere Treffer, weil er die Daten schlicht nicht sehen darf.

Auch das Nachhaken half nicht. Auf den Hinweis, die Kollegin habe doch Zugriff, blieb das Ergebnis gleich. ALBERT | AI sucht immer im Berechtigungskonzept des jeweiligen Users. Was Marek im Explorer und in der Suche nicht sieht, sieht auch die KI mit seiner Anmeldung nicht.

Das gilt auch fürs Bearbeiten

Wo du nur Leserecht hast, kann auch ALBERT | AI ein Dokument nicht verändern oder löschen. Alles, was du als User nicht darfst, darf auch die KI nicht. So bleiben sensible Informationen genau dort, wo sie hingehören.

On-Premises-Serverraum mit Datenschutz-Schild als Sinnbild für Datensouveränität und DSGVO

Worauf solltest du beim Datenschutz mit KI achten?

Auf vier Punkte, die Heike Oberacker in der Folge zusammengetragen hat. Wichtig vorweg, und das betonten beide ausdrücklich: Das ist keine Rechtsberatung, sondern eine Sensibilisierung. Für verbindliche Auskünfte sind der oder die Datenschutzbeauftragte und die Rechtsberatung der richtige Weg.

Die vier Punkte im Überblick

  1. Was passiert bei der Verarbeitung? Wenn ALBERT | AI arbeitet, werden Daten über eine Schnittstelle an das gewählte Sprachmodell übergeben. agorum® bietet kein eigenes Sprachmodell an, du wählst das LLM oder die LLMs selbst.
  2. Werden meine Daten fürs Training genutzt? Das hängt vom LLM-Anbieter und deinem Vertrag mit ihm ab. Achte genau darauf.
  3. Sensible Bereiche und Kennzeichnung: Der EU AI Act und in Deutschland die KI-Verordnung verlangen, dass KI-generierte Inhalte gekennzeichnet werden. Genau hier ist agorum core schon richtig gut aufgestellt, weil KI-Aktionen markiert werden.
  4. Schatten-KI vermeiden: Wer KI verbietet oder nur unzureichend bereitstellt, riskiert, dass Mitarbeitende Firmendaten in ein öffentliches Tool kippen, um ihre Antwort zu bekommen. Ein kontrollierter Zugang, den du im Griff hast, ist der bessere Weg.

Wenn du das sauber aufsetzen willst, unterstützt dich die agorum® KI-Beratung dabei. Datenschutz war auch schon Thema eigener KI-Webinare, in denen ein Rechtsanwalt zu Wort kam.

Video: agorum® Campus Folge 2 ansehen

FAQ Häufige Fragen zu KI, Kontrolle und agorum® Campus

Zwei Beraterinnen im offenen Gespräch mit einem Kunden über KI im Arbeitsalltag

Fazit Dein nächster Schritt: KI nutzen und die Kontrolle behalten

Die zweite Folge von agorum® Campus hat gezeigt, dass Produktivität mit KI und Kontrolle über die eigenen Daten kein Widerspruch sind. Drei Ebenen sichern das ab: die Unabhängigkeit vom Modell, die Nachvollziehbarkeit jeder KI-Aktion und die Berechtigungen, die ohne Ausnahme greifen. So behältst du die Kontrolle, obwohl du KI nutzt, live gezeigt auf der KI-Business-Plattform agorum core.

Drei konkrete Anschluss-Schritte:

  1. Bei der nächsten Folge live dabei sein: agorum® Campus läuft alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge am 16. Juli 2026 zum Thema Tools, Tools, Tools.
  2. KI datensouverän kennenlernen: Sieh dir an, wie ALBERT | AI im Rechtekontext arbeitet und deine Daten in deiner Infrastruktur bleiben.
  3. Kostenfreies Auftaktgespräch: In rund einer halben Stunde und ohne Verkaufsmasche schauen Annkatrin Göpfert und Heike Oberacker mit dir, was dir und deinem Team konkret weiterhilft. Vereinbare jetzt deinen Termin.
Bitmi