Best Practice agorum core

agorum core optimal betreiben: Backup mit virtualisierten Systemen

agorum core optimal betreiben - Backup

Beim Thema Backup sind heute virtualisierte Umgebungen nicht mehr wegzudenken. Im Beitrag beschreiben wir kurz und knapp, wie Sie agorum core effizient sichern. Denn nichts ist wichtiger als valide Backups, sodass Sie im Ernstfall immer auf Ihre Daten zurückgreifen können.

Backup in virtualisierten Umgebungen

Virtualisierte Umgebungen ermöglichen eine sehr effiziente und komfortable Datensicherung. Damit sichern Sie das komplette DMS inklusive Datenbank und Betriebssystem in einem Image der virtualisierten Maschine. Grundsätzlich lassen sich dabei zwei Varianten unterscheiden: die Offline-Sicherung und die Sicherung im laufenden Betrieb.

Offline-Sicherung: Die einfachste Variante

Reicht Ihnen eine einmalige Sicherung pro Tag – z. B. über Nacht, wenn niemand im System arbeitet – fahren Sie einfach den virtuellen Server herunter und kopieren die komplette virtuelle Maschine in Ihr Backup-System. Das kann beispielsweise eine externe Festplatte, ein NAS, ein zweiter DMS-Server oder ein Cloud-Storage sein. Der heruntergefahrene Server gewährleistet eine 100-prozentige Datenkonsistenz, sodass Sie für jeden Tag ein vollfunktionsfähiges Backup besitzen. Im Ernstfall können Sie damit sehr schnell das System vom Vortag einspielen oder auf einem Ersatzserver in Betrieb nehmen und auf dieser Basis weiterarbeiten. Der Datenverlust beträgt in diesem Fall maximal einen Tag.

Auch für Tests sind diese Backups sehr gut geeignet, da Sie mit nahezu genau dem Datenstand arbeiten können wie das Produktivsystem. Um Updates und neue Funktionen zu testen, fahren Sie einfach das System vom Vortag in einer neuen virtuellen Maschine hoch und spielen die Änderungen ein. Dann können Sie schnell und einfach testen, ob alles so funktioniert, wie Sie sich das vorstellen.

Online-Sicherung: Backup im laufenden Betrieb

Die Online-Sicherung kommt dann zum Zug, wenn der Verlust der Daten eines ganzen Tages zu kritisch ist oder der Server rund um die Uhr in Betrieb sein muss und nicht heruntergefahren werden kann, um eine konsistente Sicherung durchzuführen. Anwendung und Datenbank müssen also während des Backups weiterlaufen. Das heißt, die virtuelle Maschine muss vor dem Start der Sicherung konsistent gemacht werden.

Dazu brauchen Sie ein Filesystem, das in der Lage ist, das Betriebssystem und die Anwendungen für den Moment des Backups “einzufrieren”, während der normale Betrieb weiter laufen kann. Unter Windows ist das zum Beispiel der VSS (Volume Shadow Copy Service), unter Linux zum Beispiel XFS. Dazu müssen alle Anwendungen, die in der VM laufen, dieses Einfrieren unterstützen. Empfehlenswert ist es allerdings sowieso, für agorum core eine dedizierte Maschine einzusetzen, auf der keine weiteren Anwendungen laufen.

Die Steuerung des Einfrierens und Sicherns übernehmen Skripte, die Sie sich auf Ihre Bedürfnisse und Infrastruktur anpassen müssen. Vorlagen und Hinweise für Ihre Umgebung finden Sie im Internet, z. B. für Linux-Systeme: xfs freeze snapshot.   

Um Fehler in der Sicherung zu vermeiden – z. B.  weil die Sicherung aufgrund fehlgeschlagenem Einfrierens trotzdem durchgeführt wurde – müssen die Steuerungsskripte und Funktionen ständig überwacht werden.  Auch inkrementelle und differentielle Sicherungen sind mit dieser Methode möglich, hierzu bieten verschiedene Backup-Hersteller Möglichkeiten an, die virtuellen Maschinen entsprechend zu sichern. 

Grundsätzlich gilt ...

Egal wie Sie die Sicherungen erstellen, empfehlen wir stehts, diese über längere Zeiträume inkrementell zu sichern, sodass Sie im Ernstfall auch auf frühere Zeitpunkte zurückgreifen können. Auch hier bieten die gängigen Sicherungsprogramme in der Regel eine Vielzahl von Optionen an.

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