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Anomalie-Check einrichten

Hinweis: Diese Dokumentation bezieht sich auf die aktuellste Version des Plugins ALBERT | AI Suite. Aktualisieren Sie das hier beschriebene Plugin, um die Dokumentation verwenden zu können.

Der Anomalie-Check prüft regelmäßig, ob sich die KI-Nutzung auffällig verändert hat, etwa weil die Kosten eines einzelnen Benutzers oder einer einzelnen KI-Voreinstellung plötzlich stark steigen. Diese Dokumentation richtet sich an Administratoren. Sie beschreibt, wozu der Anomalie-Check dient, wie Sie ihn in seinen beiden Varianten einrichten und was Sie danach erwarten dürfen.

Die Maske Anomalie-Check einstellen erreichen Sie über den gleichnamigen Button in der Kopfleiste der KI Nutzungs- & Kostenanalyse. Der Button steht ausschließlich Administratoren zur Verfügung.

Wozu der Anomalie-Check dient

Die Kostenanalyse zeigt Ihnen, was die KI-Nutzung kostet, aber nur, wenn jemand hineinsieht. Eine Fehlkonfiguration, etwa eine KI-Voreinstellung, die sich in einer Endlosschleife dreht, fällt dabei oft erst Tage später auf. Der Anomalie-Check sieht regelmäßig für Sie hinein und meldet sich von selbst, sobald die Nutzung aus dem Rahmen fällt.

Was geprüft wird

Grundlage sind die Protokolleinträge der letzten 30 Tage, zusammengefasst nach Tagen. Verglichen wird der jüngste Tag mit dem Durchschnitt der Vortage. Überschreitet die prozentuale Abweichung eine Schwelle, gilt das als Anomalie.

Messgröße Bedeutung
Anzahl Aufrufe Wie oft die KI gelaufen ist.
Kosten Die geschätzten Kosten, sofern an den KI-Voreinstellungen Preise hinterlegt sind.
Tool-Aufrufe Wie oft die KI ein Werkzeug aufgerufen hat.
ALBERT Ausgabe-Token Wie viele Ausgabe-Token die KI erzeugt hat.

Hinweis: Ausgewertet werden die Runden-Datensätze. Die Messgröße Anzahl Aufrufe zählt deshalb Runden und nicht Chats. Die ausgelieferten Schwellwerte stammen noch aus einer früheren Zählweise – prüfen Sie sie an Ihrem eigenen Datenbestand.

Die beiden Varianten

Beide Varianten arbeiten auf denselben Daten. Sie unterscheiden sich darin, wer urteilt und was dabei herauskommt.

  KI-gestützt Regelbasiert
Arbeitsweise Zwei KI-Voreinstellungen beurteilen, ob der jüngste Tag auffällig ist und welche Voreinstellung dafür verantwortlich ist. Reine Rechnung: prozentuale Schwelle je Messgröße, ohne KI.
Betrachtete Ebenen Gesamt-Zeitreihe, bei einem Fund zusätzlich je KI-Voreinstellung. Gesamt-Zeitreihe, je KI-Voreinstellung und je Benutzer.
Ergebnis Formulierte Begründung samt Meldung per E-Mail und Notiz. Strukturiertes Ergebnis mit Ist-Wert, Durchschnitt, Abweichung und Schwelle.
Kosten je Lauf Zwei KI-Aufrufe, bei unauffälligem Tag nur einer. Keine.
Einrichtung Über die Maske, mit Zeitplan. Nicht über die Maske, sie wird aufgerufen.

Tipp: Beide Varianten schließen einander nicht aus. Die regelbasierte Variante eignet sich als günstiger, immer gleich urteilender Vorfilter; die KI-gestützte Variante liefert dafür die Begründung und den fertigen Meldungsweg.

Die KI-gestützte Variante einrichten

Schritt 1: Ein Sprachmodell hinterlegen

Die KI-gestützte Variante arbeitet mit drei mitgelieferten KI-Voreinstellungen: Check Usage Protocol base sowie den beiden darauf aufbauenden Check Usage Protocol byTime und Check Usage Protocol byPreset. 

  1. Öffnen Sie Administration > Konfiguration > KI-Voreinstellungen.
  2. Wählen Sie die Voreinstellung Check Usage Protocol base und öffnen Sie sie über Bearbeiten.
  3. Tragen Sie im Bereich Referenzeinstellung eine KI-Voreinstellung ein, die eine Verbindung zu einem KI-Sprachmodell herstellt.
  4. Speichern Sie die Änderungen.

    Ergebnis: Die beiden aufbauenden Voreinstellungen verwenden dieses Sprachmodell mit, denn sie verweisen ihrerseits auf die Basis-Voreinstellung.

Hinweis: Wie Sie KI-Voreinstellungen bearbeiten und auf ein Sprachmodell verweisen lassen, beschreibt KI-Voreinstellungen einrichten. 

Schritt 2: Den Meldungsweg eintragen

Zwei Textdateien steuern, was die KI beurteilt und wie sie meldet. Sie bearbeiten beide direkt in der Oberfläche Anomalie-Check einstellen, im Abschnitt Kontextdateien bearbeiten:

Schaltfläche Inhalt
Anomalie-Erkennung anpassen Woran die KI eine Auffälligkeit erkennen soll – die Schwellenwerte aus Schritt 3.
Ursache & Meldung anpassen Wie die KI die Ursache einordnet und wie sie meldet – per E-Mail und per Notiz, mit Betreff, Inhalt und Empfängern.


Öffnen Sie Ursache & Meldung anpassen und ersetzen Sie die drei Platzhalter durch Ihre eigenen Angaben:

Platzhalter Einzutragen
{{E-Mail-Empfänger}}
Eine oder mehrere E-Mail-Adressen, durch Komma getrennt.
{{Ordner für die Anomalie-Notizen}}
Der Pfad eines vorhandenen Ordners, an den die Notiz gehängt wird.
{{Zu benachrichtigende Benutzer}}
Die Anmeldenamen der Benutzer, die die Notiz erhalten sollen.

Achtung: Solange auch nur ein Platzhalter unverändert dasteht, verschickt der Check nichts, sondern gibt den Meldungstext nur zurück. Das ist der häufigste Grund dafür, dass ein eingerichteter Check schweigt.

Hinweis: E-Mail und Notiz sind unabhängig voneinander. Brauchen Sie nur eine der beiden Meldungen, löschen Sie den anderen Abschnitt aus der Datei.

Hinweis: Beide Dateien werden mit Inhalt ausgeliefert, aber nur angelegt, wenn sie noch nicht vorhanden sind. Ihre Anpassungen überschreibt ein Update des Plugins also nicht.

Schritt 3: Die Schwellenwerte prüfen

Wählen Sie Anomalie-Erkennung anpassen. Die ausgelieferte Datei beurteilt die Tageskosten und bringt diese Werte mit:

Vorgabe Wirkung
Mehr als 100 % über dem Durchschnitt der Vortage Ab dieser Abweichung gilt der Tag als auffällig.
Mindestens 1.500 € Tageskosten Darunter wird gar nicht erst gemeldet, weil eine Abweichung finanziell unkritisch ist.
Weniger als 5 € Tageskosten Solche Tage bleiben unberücksichtigt, um Rauschen bei geringer Nutzung zu vermeiden.
Wochenende strenger als Werktage Werktags ist erhöhte Nutzung normal, am Wochenende gilt schon eine kleinere Abweichung als auffällig.

Achtung: Diese Werte sind ein Startpunkt und auf Ihre Größenordnung zu prüfen. Zu niedrige Schwellen erzeugen Fehlalarme, zu hohe lassen echte Ausreißer durchgehen. Eine Umgebung mit 50 € Tageskosten wird mit der Untergrenze von 1.500 € nie eine Meldung sehen.

Schritt 4: Zeitplan einstellen und aktivieren

  1. Öffnen Sie die KI Nutzungs- & Kostenanalyse und wählen Sie Anomalie-Check einstellen.
  2. Stellen Sie im Abschnitt Zeitplan konfigurieren ein, wann die Prüfung laufen soll. Die fünf Auswahlfelder entsprechen Minute, Stunde, Tag des Monats, Monat und Wochentag; darunter sehen Sie eine Vorschau des nächsten Ausführungszeitpunkts. Voreingestellt ist täglich um 07:00 Uhr.
  3. Klicken Sie auf Anomalie-Check aktivieren.

    Ergebnis: Die Prüfung wird als Task eingerichtet und läuft ab jetzt nach dem eingestellten Zeitplan.

Hinweis: Läuft die Prüfung bereits, heißt dieselbe Schaltfläche Startzeit aktualisieren. Sie ist dann nur anwählbar, wenn Sie den Zeitplan verändert haben, und übernimmt ihn. Über Ausschalten beenden Sie die Prüfung wieder; diese Schaltfläche ist nur anwählbar, solange die Prüfung tatsächlich läuft.

Hinweis: Ein kürzeres Intervall erkennt Anomalien früher, verursacht aber mehr Prüf-Kosten – jeder Lauf nutzt die KI. Für eine Frühwarnung ist eine tägliche Prüfung häufig zu spät.

Den Anomalie-Check einstellen

Die Maske im Überblick

Abschnitt Inhalt
Status Zeigt Aktiv mit dem eingestellten Zeitplan oder Inaktiv (nicht eingerichtet).
Zeitplan konfigurieren Die fünf Auswahlfelder und die Vorschau des nächsten Zeitpunkts.
Kontextdateien bearbeiten Die beiden Schaltflächen aus Schritt 2 und 3 zum Einrichten der Schwellenwerte und der Benachrichtiungseinstellungen.
Schaltflächen unten Anomalie-Check aktivieren beziehungsweise Startzeit aktualisieren, Ausschalten und Schließen.

Die regelbasierte Variante einrichten

Die regelbasierte Variante rechnet ohne KI und verursacht deshalb keine Kosten. Sie wird nicht über die Maske eingerichtet: Die Maske registriert ausschließlich die KI-gestützte Prüfung als geplante Aufgabe. Die regelbasierte Variante rufen Sie stattdessen selbst auf: einmalig zur Beurteilung Ihres Datenbestands oder regelmäßig aus einer eigenen Aufgabe heraus.

Zeitraum und Schwellen selbst festlegen

Jede Messgröße hat eine eigene Schwelle in Prozent. Angegeben werden nur die Werte, die von der Vorgabe abweichen sollen:

let check = require('/agorum/roi/customers/agorum.ai.usage.protocol/js/scripts/check-usage-anomaly-rules');

let result = check.run({
  start:      '2026-05-09T00:00:00Z',
  end:        '2026-06-09T00:00:00Z',
  gap:        '+1DAY',
  thresholds: { cost: 400, count: 400, toolCallCount: 300, tokensAlbertOutput: 300 },
});

Was die Prüfung zurückgibt

Das Ergebnis nennt, ob etwas gefunden wurde, und führt jede Auffälligkeit einzeln auf:

Angabe Bedeutung
Ebene und Wert Ob es die Gesamt-Zeitreihe betrifft oder eine einzelne KI-Voreinstellung beziehungsweise einen einzelnen Benutzer – und welche oder welchen.
Messgröße Anzahl Aufrufe, Kosten, Tool-Aufrufe oder ALBERT Ausgabe-Token.
Ist-Wert, Durchschnitt, Abweichung, Schwelle Die Zahlen, aus denen sich das Urteil ergibt.
Übersprungene Reihen Reihen, die gar nicht erst beurteilt werden konnten, jeweils mit Begründung.

Hinweis: Als übersprungen aufgeführt wird eine Reihe, die weniger als zwei Zeitabschnitte hat – ohne Vorgänger gibt es keinen Durchschnitt. Ist der Durchschnitt dagegen null, meldet die Prüfung für diese Messgröße schlicht nichts und führt sie auch nicht unter den übersprungenen Reihen auf: Ein Anstieg aus dem Nichts lässt sich nicht prozentual ausdrücken.

Was Sie nach der Einrichtung erwarten dürfen

Wann geprüft wird

Die KI-gestützte Prüfung läuft als geplante Aufgabe nach Ihrem Zeitplan, im Hintergrund und ohne Zutun. Ob sie läuft, sehen Sie jederzeit im Feld Status der Maske, zusammen mit dem eingestellten Zeitplan.

Was bei einem Fund passiert

Jeder Lauf beurteilt zuerst die Gesamt-Zeitreihe. Ist der jüngste Tag unauffällig, endet der Lauf hier, Sie hören nichts. Andernfalls folgt ein zweiter Schritt, der die Kosten dieses Tages nach KI-Voreinstellung aufschlüsselt und daraus die Meldung formuliert:

Diesen Text erhalten Sie auf zwei Wegen: als E-Mail an die eingetragenen Empfänger, mit dem Betreff ACHTUNG - Anomalie bei den KI-Prozessen, und als Notiz am eingetragenen Ordner für die eingetragenen Benutzer.

Wenn sich der Check nicht meldet

Keine Meldung ist zunächst ein gutes Zeichen. Bleibt sie auch dann aus, wenn Sie eine erwarten, prüfen Sie in dieser Reihenfolge:

Mögliche Ursache Woran Sie es erkennen
Ein Platzhalter steht noch in der Datei Ursache & Meldung Der häufigste Fall. Öffnen Sie die Datei und suchen Sie nach doppelten geschweiften Klammern.
Kein Sprachmodell hinterlegt Schritt 1 wurde übersprungen. Ohne Modell kann die Prüfung nicht urteilen.
Die Schwellen sind für Ihr Haus zu hoch Vor allem die Untergrenze von 1.500 € Tageskosten, siehe Schritt 3.
Zu wenig Daten Ohne Vortage gibt es keinen Durchschnitt, mit dem sich vergleichen liesse.
Die Prüfung läuft gar nicht Das Feld Status zeigt Inaktiv (nicht eingerichtet).

Was die Prüfung kostet

Jeder Lauf der KI-gestützten Variante kostet einen KI-Aufruf, bei einem Fund zwei. Diese Aufrufe erscheinen wie jede andere Nutzung in der Kostenanalyse. Die regelbasierte Variante kostet nichts.

Hinweis: Die Prüfung urteilt über Kosten nur dann sinnvoll, wenn an den verwendeten KI-Voreinstellungen Preise hinterlegt sind. Ohne Preise bleiben die Kosten bei 0, und es bleiben die gezählten Größen (Aufrufe, Tool-Aufrufe und Ausgabe-Token).